Archive für 20.12.2008

Schluß und letzte Woche in Kamerun


Kamerun Teil 5 – Dienstag, 16. Dezember 2008

 

Wir sind unendlich traurig, dass das Ziel dieses Projekts – ein Pilotprojekt für Kamerun - nicht erreicht werden konnte. Bis zum Schluss hat Manfred Druck gemacht, Gespräche geführt, ist am letzten Tag in Douala persönlich zur Agency und zum Zoll gefahren, hat sich mit dem Beauftragten von CODEBO, Mr. Elias Beidi, kurz vor unserem Abflug getroffen und letzte Absprachen besprochen. Alle Beteiligten sind sich einig, dass das Vorhaben zu Ende geführt werden muss – dass heißt, dass Manfred Anfang nächsten Jahres wieder nach Kamerun reisen wird.

 

Vier Wochen haben wir in Kaele und Boboyo verbracht, und beim Zelte abbrechen haben wir gemerkt, dass wir in der Zeit viele Freunde gewonnen haben – unsere beiden fürsorglichen Headmaster mit ihren Familien, Dr. Roland Ziebe mit seiner gastfreundlichen Familie, die Hotelangestellten, besonders Josef, den Direktor der Bank, der uns den Zugang zum Internet ermöglicht hat und nicht zu vergessen Solange, die uns in ihrem Circuit mit landesüblicher Küche versorgt hat.

 

Im Haus von Elias Wassou gab es das leckerste Essen zu unserem Abschied in großer Runde – und da beschlich uns doch ein wenig Wehmut, dass eine erlebnisreiche Zeit mit allen Höhen und Tiefen zu Ende gegangen ist.

 

Am Samstag bestiegen wir den Flieger von Maroua nach Douala, nicht um 14.30 Uhr wie angekündigt, nicht um 15.00 Uhr wie angeschlagen, sondern bereits um 14.00 Uhr – wie gut, dass wir frühzeitig am Flughafen waren! So hatten wir die Hoffnung, dass wir unser letztes Ziel im Hellen erreichen würden: Limbe in der englischsprachigen Provinz South West.

 

Doch weit gefehlt. Wir gerieten in das größte Verkehrschaos, das ich je erlebt habe. Unser zum Glück sehr besonnener, wenn auch wortkarger Taxifahrer brauchte zwei Stunden, um erst einmal aus Douala heraus zu kommen, und dann noch einmal zwei Stunden, um unser Ziel zu erreichen. Es ist eine berüchtigte Strecke, besonders in der Dunkelheit, und unserer Fahrer bat uns, die Türen zu verriegeln, um uns vor eventuellen Überfällen zu schützen. Die wunderbare üppig grüne Landschaft konnten wir erst bei der Rückfahrt bewundern mit ihren riesigen Plantagen: Kautschuk, Ölpalmen und Bananen.

 

Zwei Tage verbrachten wir in dem idyllischen Badeort Limbe, direkt am Atlantik und am Fuße des immer noch aktiven Vulkans Mt. Cameroon – auf der einen Seite bewaldete Hügel, auf der anderen der Ozean. Mit dem größten Vergnügen und großer Ausdauer hat sich Manfred in die Wellen gestürzt, während ich Spaziergänge am Strand mit dem schokoladenbraunen vulkanischen Sand bevorzugt habe. Ein schöner Abschluss nach einem aufregenden Projekt!!!

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